Stress.

Kalt… Schweißperlen auf der Stirn… Schwindel… was passiert gerade? Der Körper fängt an sich hektisch zu bewegen. Zittern. Das Zittern wird immer hektischer. Atemnot. Schwarz. Angst. Panik.

Notarzt. Krankenwagen. Notaufnahme.

„Wie geht es Ihnen?“, fragt eine männliche Stimme.

„Na ja… ich hatte auch bessere Tage. Ich weiß nicht was mit mir los ist. Wie spät ist es? Ich muss zum Flughafen. Ich muss zum Termin. Ich muss x anrufen. Ich muss… ich muss … ich muss…“

Es wird hektisch. Alles dreht sich.

Wie bekannt ist Ihnen dieses Wort?

Das MÜSSEN?

Das „MÜSSEN“ spornt uns an. Manchmal positiv. Viel zu oft jedoch belastend.

Es frisst sich durch unseren Körper durch. Es lässt nicht nach. Sobald es einmal angefangen hat, ist es schwer zu erkennen. Wir nehmen es nicht wahr. Finden stets Erklärungen für die unruhigen Nächte. Für die Immunschwäche. Für die Müdigkeit.

Es wird jedoch von Tag zu Tag schwerer. Die Müdigkeit lässt nicht nach. Die Lustlosigkeit wächst.

Ein Kreislauf. Bis irgendwann der Körper noch mehr Signale gibt. Angstzustände hereinbrechen, bis hin zu Panikattacken.

Das Arztgespräch wie ein Paukenschlag:

Verdikt: Burn Out!

Das passiert nicht von heute auf morgen. Der Burn Out ist der letzte Schlag. Davor warnt der Körper. Versucht Pausen einzufordern. Versucht vergeblich, die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.

Doch das stetige Vergleichen lässt keine Ruhe. Der selbstgenerierte Zwang sich zu beweisen und anderen zu zeigen wie gut man ist, macht krank.

Die Entfernung vom eigenen Selbst und den eigenen Bedürfnissen wird immer größer.

Dauerstress macht krank. Drücken Sie auf die Bremse zeitnah!

Es sind die kleinen Dinge im Leben die den Mehrwert schaffen.

Tipps zur Vermeidung vom Stress

1.Achten Sie auf Ihren Körper

Unser Körper ist der beste Ratgeber den wir bekommen haben. 

Wen etwas nicht passt ist das Erste was wir bemerken oder wahrnehmen können, eine Veränderung im Körper. Sei es im Gesicht, auf der Haut oder durch Schmerzen.

Eine Art Warnung taucht auf. Es passiert oft, dass diese Warnung durch Medikamente wieder zum Schweigen gebracht wird. Und beim erneuten Auftreten wird die Dosis erhöht.

Wenn sich etwas nicht gut anfühlt, dann machen Sie es nicht. Wenn Sie Bauchschmerzen bekommen, wenn Sie eine Entscheidung treffen müssen, dann hören Sie auf Ihren Bauch.

Nehmen Sie sich in solchen Fällen ein paar Minuten
Zeit für sich. Schreiben Sie auf, was gerade in Ihnen und in Ihren Kopf
vorgeht. Das Schreiben erleichtert den Kopf. Es sortiert die Gedanken und macht
Platz für neue und vielleicht bessere Erkenntnisse.
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2. Setzen Sie sich SMARTe Ziele

Ziele sind wichtig im Leben. Außer man will planlos durchs Leben schlendern. Ob beruflich oder privat, ob für ein Hobby oder für ein Abenteuer, ein Plan, ein Ziel oder eine Vision, entlastet unser Gehirn enorm.

Formulieren Sie als erstes Ihr Ziel. Was wünschen Sie sich? Wo wollen Sie hin? Was bringt Ihnen Freude? Sammeln Sie als erstes alles bezüglich Ihres Ziels auf. Schreiben Sie auf.

Bearbeiten Sie Ihr Ziel mit dem SMART Filter. So dass es auch als Schlagzeile eines Zeitungsartikel geschrieben werden kann.

Spezifisch

Ein soll spezifisch, also konkret, eindeutig und präzise formuliert werden. Ein Ziel ist kein vager Wunsch.

Messbar

Um die Erreichung eines Zieles zu prüfen, muss ein Ziel messbar sein. Bei quantitativen Zielen ist das relativ einfach. Schwerer fällt es bei qualitativen Zielen.

Formulieren Sie also ein Erfolgskriterium, das Sie zweifelsfrei überprüfen können. Fragen Sie sich dabei:

  • Woran genau merke ich, dass ich das Ziel erreicht habe?

Aktionsorientiert, attraktiv

Das Ziel soll positiv und attraktiv formuliert werden. Ihr Ziel sollte Ihnen bestenfalls Vorfreude bereiten. Ein Ziel, dass Ihnen widerstrebt, werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit oder nur mit großer Mühe und Disziplin erreichen.

Realistisch

Ihr Ziel kann ruhig hoch gesteckt sein. Hochgesteckte Ziele fordern uns. Sie dürfen uns aber nicht überfordern. Das Ziel muss aber erreichbar sein. Für ein unerreichbar scheinendes Ziel werden Sie keine Motivation aufbringen. Der Frust ist vorprogrammiert.

Terminiert

Zu jedem Ziel gehört ein klarer Termin, bis wann das Ziel erreicht sein soll. Wenn ein Ziel nicht terminiert ist, schiebt man es immer vor sich her. Der Termin ist das entscheidende Merkmal eines echten Zieles.

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3. Benutzen Sie eine Prioritäts-Ampel

Am besten ist die Eisenhower – Prinzip geeignet.

Sie priorisieren anhand der Wichtigkeit Ihre Aufgaben. Am besten gleich, wenn Sie Ihre Wochen oder vielleicht Tagesplanung erstellen.

  1. Was ist wichtig und dringend – das sind die Sachen, die meist sofort und selber erledigt werden müssen.
  2. Was wichtig ist, aber nicht dringend – diese Aufgaben dürfen terminiert werden. Wann können Sie sich dafür Zeit einplanen?
  3. Was ist nicht wichtig, aber dringend? – am besten delegieren Sie diese Aufgaben.
  4. Was ist nicht wichtig und nicht dringend – diese Aufgaben können Sie komplett aus Ihren Kalender entfernen.

4. Nehmen Sie Ihre Gefühle wahr

Identifizieren Sie sich nicht mit Ihren Gefühle. Sie sind kein Gefühl. Sie spüren es. Sich erstmal dessen bewusst werden und die Wortwahl auch anpassen, wirkt Wunder.

Anstatt zu sagen „Ich bin wütend!“, zu sagen „Ich fühle Wut“.

Diese Identifizierung mit dem Gefühl verursacht zusätzlichen Stress. Das Gegenteil hilft: wenn Sie das Gefühl wahrnehmen, entnehmen Sie dessen Gewichtung. Egal ob es ein positives oder ein negatives Gefühl ist, Sie dürfen ihm Raum schaffen, es wahrnehmen und akzeptieren.

Beobachten Sie es und fragen Sie sich dabei: was ist der Grund weshalb das Gefühl da ist? Was ist seine Botschaft? Was geht in Ihnen gerade vor?

Sie werden merken wie sich Ihr Leben dadurch erleichtert.

5. Bewusst Atmen

Für den Anfang, bringt Ihnen auch eine Minute bewusstes Atmen schon sehr viel Energie und Leichtigkeit. Sie verankern Sich im Moment und werden bewusster mit sich selbst umgehen.

Am besten machen Sie diese Übung im Sitzen. Stellen Sie sicher, dass Sie für diese Zeit nicht gestört werden.

Beim Einatmen achten Sie darauf, dass Ihr Bauch sich bewegt. Atmen Sie tief ein. Halten die Luft kurz an und atmen Sie dann doppelt so langsam wieder aus.

Fühlen Sie, wie die Luft in Ihren Körper Sie belebt. Konzentrieren Sie sich nur auf Ihre Atmung.

Gedanken dürfen wie Wolken durchziehen. Sie fokussieren sich nur auf das Atmen.

Wenn Sie Angst oder Panik verspüren, hilft Ihnen die 7 – 4 – 11 Technik.

Dafür zählen Sie beim Einatmen bis 7, halten die Luft kurz an, bis Sie zu 4 gezählt haben, und atmen dann etwas langsamer aus und zählen bis 11.

Wiederholen Sie die Übung mehrmals, bis Sie wieder einen normalen Puls bekommen und sich besser fühlen.

6. Die 3 Gründe

Finden Sie täglich drei Gründe worauf Sie stolz sind. Was ist an diesem Tag besonders gut gelaufen.

Schreiben Sie diese drei Gründe oder Erlebnisse auf, bevor Sie schlafen gehen auf.

Lesen Sie diese bewusst und erlauben Sie sich stolz auf sich zu sein.

Haben Sie Fragen? Haben Sie das Gefühl, dass Sie sich einem Burnout nähern? Sprechen Sie mich an!

7. Lachen

Lachen Sie! Und zwar jeden Tag ein bisschen. Lachen entspannt und fördert die Gesundheit.

Falls Sie keinen Grund zu lachen haben und sich eher schlecht fühlen, dann grinsen Sie eine Minute vor sich hin. Am besten betrachten Sie sich dabei im Spiegel. Unser Gehirn erkennt den Unterschied zwischen Realität und Theater nicht. Durch diese Technik geben wir unseren Gehirn Impulse, uns glücklich zu fühlen und es schüttet Glückshormone aus. So werden wir automatisch entspannter und glücklicher.

8. Kommunizieren Sie klar

Sie würden gerne etwas sagen, trauen sich aber nicht? Vielleicht aus Angst nicht akzeptiert zu werden? Oder vielleicht aus Angst abgestoßen zu werden?

Fangen Sie an zu schreiben. Was würden Sie den gerne sagen und trauen sich nicht? Schreiben Sie es auf. Lassen es ein paar Minuten stehen und lesen Sie es nochmal durch. Wenn es immer noch stimmig ist, sagen Sie es dem Gegenüber. Das Schreiben hilft zu Sortieren. Es lindert die Emotionalität und nimmt das Gewicht schnell ausgesprochener Wörter. So fällt es leichter, die eigenen Gedanken auszusprechen.

Mit Übung und Zeit werden Sie merken, dass es Ihnen von Tag zu Tag leichter fallen wird, sich in emotionalen Momenten klar auszudrücken.

Außerdem werden Sie merken, dass Sie Ihr Gegenüber mit viel mehr Respekt behandeln werden. Sie wirken authentischer und auch eine Absage oder ein Nein wird anders wahrgenommen.

Das Wichtigste ist, Sie werden sich viel besser fühlen.

9. Gedanken wahrnehmen

Genau wie Ihren Gefühlen, sind Sie auch nicht Ihre Gedanken. Gedanken sind da, um wahrgenommen zu werden.

Nehmen Sie sich die Zeit und beobachten Sie Ihre Gedanken. Das kleine Wort „Aha“, kann dabei eine wunderbare Stütze sein. Es bekräftigt Sie bei der Beobachtung.

Schreiben Sie Ihre Gedanken auf. Treffen Sie keine Entscheidungen, wenn Sie gerade viele Gedanken haben.

Schlafen Sie eine Nacht darüber.

Holen Sie sich Hilfe! Ein Coaching zur richtigen Zeit, kann Ihnen sehr viel Zeit und Leid ersparen. Sprechen Sie mich unverbindlich an.

10. Energieräuber verabschieden.

Haben Sie in Ihrem Umfeld Situationen oder Menschen, die stets auf das Schlechte in Ihrem Leben fokussiert sind? Die vielleicht nichts anders, als nur pessimistisch handeln? Die Sie eher emotional hinunterziehen als aufzubauen?

Umgeben Sie sich mit positiven und optimistischen Menschen. Verabschieden Sie Situationen oder Dinge, die eine schlechte Wirkung auf Sie haben. Es wird Ihnen viel besser gehen.

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